STREUOBSTMUSEUM

Streuobstwiesen stellen einen wesentlichen Baustein in der Kulturlandschaft insbesondere des Harznordrandes dar. Neben der Bedeutung des Lebensraums Streuobstwiese für Kleinsäuger, Insekten und Reptilien sind sie Ausdruck von landschaftsschützerischen Aspekten. Obstbäume können den Boden an Hängen halten, so dass eine Weidewirtschaft nachhaltig durchführbar ist. Die im 18. Jahrhundert typischen Streuobstgürtel der Siedlungen wirkten auch als Windschutz. Extreme Temperaturen werden abgeschwächt und die Windgeschwindigkeit vermindert. Mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen, Blühzeiten und- farben und Herbstfärbungen nehmen sie auch eine gestalterische Funktion wahr.

Mit dem Aufbau des Streuobstmuseums wird ihr hoher Naturwert dokumentiert und erläutert, wie eine vielseitig genutzte Streuobstwiese funktioniert. Insbesondere sollen sich Kinder mit den vielfältigen Aspekten der naturräumlichen Wirkung einer Streuobstwiese spielerisch vertraut machen. Neben der Anpflanzung nicht alltäglicher Obstsorten und deren Beschreibung finden sich auf dem Gelände Informationstafeln zu unterschiedlichen Themen. Die Rolle der Bienen wird ebenso erläutert wie der Aufbau und die Wirkungsweise eines Insektenhotels. Ein sehr schönes Insektenhotel ist dabei zu bestaunen. Kräutergärten zeigen die Rolle von Garten- Kultivierung in Verbindung mit Streuobstwiesen ebenso, wie auf die Verwendung der unterschiedlichsten Kräuter verwiesen wird. Da das Streuobstmuseum an landwirtschaftliche Nutzfläche grenzt, wird auch der auf der Fläche befindliche Jagdsitz mit der Rolle der Jagd erläutert. Nistkästen unterschiedlichster Bauart werden vorgestellt. Da sich die Fläche an einem Flusslauf befindet, wird die Fläche von Kopfweiden begrenzt. Auch dieses Element in der Kulturlandschaft wird näher erläutert. An den verschiedenen Obstbäumen befinden sich Erläuterungen.

Ruhezonen laden Familien zum Verweilen ein. Für Kindergruppen wird zeitweise ein grünes Klassenzimmer im Freien möglich sein. Im Jahr 2017 wurde das Gelände um ein blaues Klassenzimmer erweitert. Dieses blaue Klassenzimmer stellt den Ausgangspunkt für die Erlebniswelt Bachforelle mit ihren acht Stationen dar. Das Streuobstmuseum ist von April bis Oktober zu begehen. Links neben dem doppelflügeligen Eingangstor befindet sich ein barrierefreier Durchgang für Fußgänger. Das Betreten des Geländes erfolgt auf eigene Gefahr.

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Streuobstmuseum

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